Hab's schön warm!
Frau sitzt lächelnd mit Teekasse auf der Couch

Hab's schön warm!

22. Dezember 2022 Nicht immer ist der Umstieg auf ein nachhaltiges und effizientes Heizsystem sofort möglich. Daher haben wir ein paar einfache Tipps für dich zusammengestellt, damit es bei dir schön warm ist und die Heizkosten trotzdem im Rahmen bleiben. #energiesparen #heizen #heizsaison
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Tipp 1: Fenster und Türen abdichten

Zieht’s trotz geschlossener Fenster und Türen kalt herein? Dichtungen helfen dabei, Wärmeverluste zu vermeiden. Das kannst du relativ einfach selbst machen. Dazu brauchst du nur ein Dichtband, das kostengünstig in jedem Baumarkt erhältlich ist, und klebst es in die Fenster- und Türrahmen. Anleitungen und Videos dazu findest du bei Bedarf im Internet mit dem Suchbegriff „Fenster abdichten“.

Tipp 2: Richtig lüften ohne Kippeffekt

Das hast du schon so oft gehört? Glaub uns: Da ist wirklich was dran! Regelmäßiges Lüften ist wichtig, vor allem auch in der kalten Jahreszeit. Aber bitte kein Dauerlüften über gekippte Fenster! Das führt dazu, dass deine Wände nach und nach auskühlen und du deswegen noch mehr heizen musst. Zudem besteht die Gefahr der Schimmelbildung an den ausgekühlten Wandelementen.

Illustration von Frau, die Fenster öffnet

Richtiges Lüften geht so: Heizkörper abdrehen, Fenster und Türen weit aufmachen und die frische Luft ein paar Minuten lang durchziehen lassen. Danach wieder Schotten dicht machen und Heizung aufdrehen.

Tipp 3: Mach der Wärme Platz

Deine Heizkörper sollten keinesfalls mit Möbeln, Vorhängen oder anderen Gegenständen verdeckt sein. Steht nämlich direkt etwas vor dem Heizkörper, kommt es zu einem Wärmestau und die Wärme wird nicht gleichmäßig im ganzen Raum verteilt. Die Folge ist, dass du die Heizkörper mehr aufdrehst. Dann hast du’s zwar warm, aber du verursachst damit auch höhere Kosten.

Tipp 4: Hör auf deinen Heizkörper

Gluckern deine Heizkörper? Werden sie nicht gleichmäßig warm? Dann ist zu viel Luft im System, was die optimale Warmwasserverteilung behindert. Gegenmaßnahme: Dreh die Heizung ab, warte etwa eine halbe Stunde und öffne dann das kleine Entlüftungsventil an der Seite. Dazu gibt es einen eigenen Entlüftungs-Vierkantschlüssel, den du in jedem Baumarkt bekommst. Das austretende Wasser fängst du am besten mit einem kleinen Gefäß auf. Sobald nur noch Wasser aus dem Ventil tropft, dreh es sanft wieder zu. Achtung: Nicht zu viel Wasser rauslassen, denn sonst kann der Druck im Heizungssystem sinken.

Tipp 5: Schon 1 Grad weniger bringt’s

Zu hohe Raumtemperaturen führen zu einem höheren Energieverbrauch und somit auch zu höheren (Heiz-)Kosten. Wenn du deine Raumtemperatur allerdings um 1 °C senkst – wohlgemerkt! Nur 1 Grad! – kannst du locker 6 Prozent deiner Heizkosten sparen. Es lohnt sich also, deine Wohnräume nicht zu überheizen, denn dieses eine Grad entlastet Dein Haushaltsbudget um rund 100 Euro pro Jahr. Wenn du länger nicht zu Hause bist oder auch während der Nacht kannst du die Raumtemperatur sogar auf 16 bis 18 °C absenken.

Und jetzt stell Dir vor, das machen alle Haushalte in Österreich: Das spart so viel Energie, wie rund 240.000 Haushalte im Jahr verbrauchen. Mit dieser Energieeinsparung könnten zum Beispiel alle Kärntner Haushalte ein Jahr lang beheizt werden!

Tipp 6: Mach dein eigenes Ding

Wer sagt, dass alles überall gleich sein muss? In deiner Wohnung darf es gerne unterschiedliche Temperaturzonen geben. Heißer Tipp: kühleres Schlafzimmer, wärmeres Wohnzimmer, noch wärmeres Bad, aber kaum geheizter Abstellstellraum und die Türen geschlossen halten. Damit die Rechnung aufgeht, brauchen allerdings deine Heizkörper in allen Räumen eine Regelung – zum Beispiel über Thermostatventile in Verbindung mit Thermostatköpfen. Für Fortgeschrittene gibt es die „smarte“ Heizungsregelung mit Tages-, Wochen- und Ferienprogramm. Das bringt zusätzlichen Komfort und spart Kosten.

Illustration von einem Thermostat beim Heizkörper

Du hast Thermostatventile mit Köpfen an deinen Heizkörpern? Super! Damit sie weiterhin gute Dienste leisten, überprüf sie bitte regelmäßig. Das geht so: Bei Heizbetrieb und geschlossenen Ventilen – also zugedrehten Köpfen – müssen die Heizkörper kalt bleiben. Bei offenen Ventilen – also aufgedrehten Köpfen – sollten sich die Heizkörper gleichmäßig erwärmen. Andernfalls ist das Ventil defekt, verschmutzt oder verkalkt. Bei Verschmutzung hilft leichtes Lockern des Ventilstifts. Ein kaputter Ventilkopf muss ausgetauscht oder das komplette Ventil ersetzt werden. Wie man’s richtig macht, siehst du in zahlreichen Videos im Internet oder du wendest dich einfach an den Profi – den Installeur oder die Installateurin deines Vertrauens.

Tipp 7: Check den Wasserdruck

Mit dem Wasserdruck im Heizkörper ist es wie mit dem Luftdruck im Fahrradreifen: Ohne ausreichende Power wird es eine schlappe Sache. Für deine Heizkörper bedeutet das: Wasser nachfüllen, damit der Druck wieder stimmt. Den richtigen bzw. benötigten Druck zeigt dir das Manometer an, also der Druckmesser an der Heizungsanlage. Im Normalfall machen das die Installateur:innen beim periodischen Heizungs-Check. Handwerklich begabte Personen können das Heizungswasser aber auch selbst nachfüllen. Videos, wie‘s richtig gemacht wird, gibt’s im Internet.

Tipp 8: Dämm it!

Alle Leitungen und Armaturen sowie Warmwasserspeicher, Boiler und Pumpen im Heizsystem sollten gedämmt sein. Das gilt besonders für unbeheizte Räume im Gebäude – also den Keller, das Stiegenhaus und die Garage. Vor allem bei längeren Leitungen bringt eine gute Dämmung signifikante Energie- und Kosteneinsparungen – vorausgesetzt, dass die Dämmschalen lückenlos und enganliegend verlegt werden. Eine nachträgliche Dämmung ist in der Regel einfach zu bewerkstelligen und erspart dir bis zu 8 Prozent der Heizkosten.
Und wenn wir schon beim Dämmen sind: Das Dämmen der obersten Geschoßdecke bringt’s natürlich auch!

Tipp 9: Lass dich beraten

Wenn du unsicher bist, wie du mit deiner Heizung umgehen sollst, wende dich vertrauensvoll an deine Installateurin bzw. deinen Installateur oder an eine der vielen Energieberatungsstellen, die es in ganz Österreich gibt.

Hier geht’s zu den Energieberatungsstellen

Infos & Tipps in jedem Bundesland

Tipp 10: Hol dir eine Förderung

Du hast noch eine Gas- oder Ölheizung oder heizt vielleicht sogar noch mit Kohle und möchtest auf eine nachhaltige Alternative umsteigen? Dann mach mit beim großen Heizkesseltausch! Dafür gibt es attraktive Förderungen: Raus aus Öl und Gas! – Dein Weg zur Förderung.

Und für einkommensschwache Personen werden – aus der Förderaktion „Sauber Heizen für Alle“ – sogar bis zu 100 Prozent der Investitionskosten ersetzt.

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